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Soll ich die Rente oder das Kapital oder einen Mix beziehen?

Eine grosse Frage, welcher sich angehende Pensionäre und Pensionärinnen stellen müssen. Denn das Altersguthaben aus der Pensionskasse kann auf verschiedene Arten bezogen werden: eine monatliche Rente, eine einmalige Kapitalauszahlung oder eine Kombination der beiden Optionen. Da dieser Entscheid nicht rückgängig gemacht werden kann, sollte die Lösung gut durchdacht und auf die persönlichen Familien-, Einkommens- und Vermögensverhältnisse abgestimmt sein. Betroffene müssen sich der Konsequenzen bewusst sein!

Rente beziehen – ja oder nein?

Der grosse Vorteil, das persönliche Pensionskassenguthaben als Rente zu beziehen, ist ein gesichertes, monatliches Einkommen bis ans Lebensende. Zudem spart man sich den Aufwand für die Geldanlage. Der grosse Nachteil liegt darin, dass die Rente vom Umwandlungssatz abhängt, und dieser dürfte weiter sinken.

Zudem muss die Rente vollumfänglich als Einkommen versteuert werden, was wesentliche steuerliche Nachteile zur Folge hat. Auch werden die monatlichen Pensionskassenrenten nicht mehr der Teuerung angepasst. Durch die Inflation nimmt somit die Kaufkraft der garantierten Rente über die Jahre stark ab.

Bei einem frühen Todesfall während der Pension werden die Witwer- oder Witwenrente in der Regel auf 60% reduziert. Im Todesfall beider Ehegatten verfällt das „noch nicht verbrauchte“ Alterskapital.

Kapital beziehen - ja oder nein?

Der Vorteil des einmaligen Bezuges des Pensionskassen-Kapitals: man hat das Geld (auch wenn einem ein kürzerer Lebensabend gegönnt würde). Der Kapitalbezug – zwar einmalig, aber stark reduziert versteuert - begünstigt üblicherweise die folgende jährliche Steuerrechnung erheblich. Auch bleibt man finanziell flexibler.

Das Kapital wird gesamthaft oder teilweise in eine oder mehrere Anlagen strategisch investiert und entsprechend der Planung etappenweise bezogen. Im Vergleich mit der Rente reicht oft schon eine kleine Rendite des Kapitals, um einen finanziellen Mehrwert zu erzielen.

Wird das Guthaben nicht vollständig aufgebraucht, wird der überlebende Partner oder werden die Erben davon profitieren, was bei einer Rente nicht möglich ist.

Mischung aus Rente und Kapital – kann sinnvoll sein

Die Vorteile beider Varianten können auch kombiniert und die Risiken verteilt werden. Ein Teil wird als Rente bezogen und die restliche Summe als Kapital ausbezahlt. Besonders bei Ehepaaren ist es dabei wichtig, nicht nur den Umwandlungssatz zu berücksichtigen, sondern auch die Lebenserwartung, den Altersunterschied, den Gesundheitszustand und weitere Faktoren. So soll beispielsweise die Rentenauszahlung für denjenigen Partner gewählt werden, der zum Zeitpunkt der Entscheidung aufgrund des Alters und des gesundheitlichen Zustandes tendenziell noch mehr Lebensjahre vor sich hat.

Welche der drei Variante soll ich denn jetzt wählen, fragen Sie sich?

Dies ist vollständig von der individuellen Situation abhängig. Die Frage kann nicht allgemein beantwortet werden. Dazu ist eine professionelle Analyse und Planung notwendig, die viele aktuelle und zukünftige Parameter und Bedürfnisse berücksichtigt.

Wie soll ich meinen Kapitalbezug und mein Vermögen anlegen?

Je nach Budgetierung der Einkünfte/Ausgaben und der allfälligen Lücke wird der Pensionär und die Pensionärin früher oder später auch auf bezogene Kapitalien und Vermögen zurückgreifen müssen. Im Finanz-Jargon spricht man von einem „Verzehr des Vermögens“, um die Renten-/Einkommenslücken zu decken.

Ein Finanzplan und eine Pensionsplanung einer Fachperson werden aufzeigen können, welcher Anteil des Vermögens während den ersten Jahren nach der Pension nicht liquide benötigt wird. Dies ermöglicht die Investition in eine Geldanlage, um die Erwirtschaftung eines regelmässigen Einkommens über einen langen Zeitraum zu sichern.

Jene Summe, welche die ersten zwei Jahre zum „Verzehr“ benötigt wird, kann man auf dem ganz normalen Konto behalten. Für mittelfristige Bezugsphasen eignen sich Termingelder, Geldmarktfonds, Anleihen/Obligationen etc. Ganz wichtig sind eine angemessene Liquidität und tiefes Risiko.

Wie lege ich an, was ich längerfristig nicht benötige?

Für Kapitalien, welche erst in einem sehr viel späteren Zeitpunkt zum „Verzehr“, also zur Deckung einer Einkommenslücke, verwendet werden müssen, eignen sich je nach Risikoneigung auch Anlagen in Realwerte wie Aktien, Immobilienfonds etc. Das ganz persönliche Risikoprofil bestimmt die Anlagestrategie, also die langfristige Verteilung der Kapitalien in verschiedene Anlageklassen und Produkte (schlaflose Nächte bei üblichen Aktienschwankungen zeigen Risikoneigung).

Was kann für den sicherheitsorientierten Anleger resp. Pensionär zielführend sein?

Für sicherheitsorientierte Anleger/Pensionäre oder für Anleger/Pensionäre, welche die Fixkosten mit einer garantierten Rente absichern wollen, ist ein sogenannter Auszahlungsplan sehr gut geeignet, wenn er auf die individuelle Situation des jeweiligen Pensionärs abgestimmt ist. Dieser Auszahlungsplan enthält eine garantierte Rente während einer zu bestimmenden Laufzeit, und das Kapital wird zusätzlich an den Finanzmärkten partizipieren.

Wie das Kapital und das Vermögen gemäss Ihren Zielen und Ihrem Risikoprofil sinnvoll angelegt werden kann, hängt von ganz unterschiedlichen Faktoren ab: Einkommen/Ausgaben, Kapital- und Vermögenssituation, Wohneigentum, Steueroptimierung, Familie und Erbe, Unternehmen, um nur einige wichtigste zu erwähnen. Grundlegend ist eine sinnvolle Diversifikation (Aufteilung auf verschiedene Anlagen).

Die Pension ist ein Lebenspfad mit zwei Phasen der Ausgabenhöhe

In der Diskussion mit Pensionierten stellen wir immer wieder fest, dass auch der dritte Lebensabschnitt in der Regel aus zwei Phasen besteht. In einer ersten Phase sind die Rentner unternehmungslustig, aktiv und benötigen ein entsprechend höheres Einkommen für ihre Aktivitäten. Diese Phase ist ganz, ganz individuell, vereinfacht gesagt irgendwie bis Alter 75/80.

In einer zweiten Rentnerphase wird das Leben, werden die Aktivitäten etwas ruhiger und der Radius der geografischen Kreise meistens auch deutlich kleiner. In dieser Phase werden die jährlichen Ausgaben tendenziell erkennbar tiefer liegen. Andererseits nehmen später die Krankheits- und Pflegekosten öfters zu. Solche Überlegungen spielen bei der Einkommens- und Vermögensplanung sowie dem allfälligen „Verzehr des Kapitals“ durchaus auch eine Rolle.

Meine Empfehlung für Sie, meine Erfahrungen für Sie

Nehmen Sie sich die Zeit für eine sorgfältige und frühzeitige Planung Ihrer finanziellen Sicherheit in der Pension. Die Planung ist komplex, weil immer individuelle Situationen und persönliche Lebensziele einzubeziehen sind. Sinnvollerweise beginnt die Pensionsplanung so im Alter 50. Je früher, desto vielfältiger können finanziell vorteilhafte Vorkehrungen getroffen werden. Wenn meine Kunden erst mit Alter 60 auf mich zukommen, sind immer noch einige individuell vorteilhafte Lösungen möglich, aber bereits deutlich eingeschränkt.

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*Roman Lautenschlager ist langjähriger Senior Finanz- und Pensionsplaner bei Neutrass. Er ist dipl. Betriebswirtschafter HF und hat eidg. Versicherungsausweis.