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Ein Bericht der Handelszeitung Insurance vom 11. Juli 2022

Der Sommer 2021 bleibt als Katastrophensommer mit rekordhohen Schäden in Erinnerung: Nachdem im Juni fast täglich Hagelgewitter niedergeprasselt waren, liessen im Juli starke Regenfälle Flüsse und Seen über die Ufer treten. Waren damals weite Teile der Schweiz betroffen, hinterliessen Gewitterfronten in diesem Jahr vor allem am Genfersee, um Burgdorf und Thun sowie in den Kantonen Zürich, Jura, Tessin und Baselland deutliche Spuren.

Unwetterkosten unter Vorjahr

Auch in diesem Jahr müssen Versicherungen für umfangreiche Naturkatastrophenschäden geradestehen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur AWP zeigt. Sie sprechen unisono von im Mehrjahresvergleich überdurchschnittlich hohen Kosten, die aber unter den Belastungen des Vorjahres liegen. Am stärksten von den diesjährigen Unwettern wurde der Kanton Bern getroffen und viele Schäden gab es an Fahrzeugen.

Die Allianz Suisse erwartet Hochrechnungen zufolge für die seit Ende Mai laufende Unwettersaison Schäden von rund 25 Millionen Franken. Das sei bedeutend weniger als im vergangenen Jahr, als sich bis zu diesem Zeitpunkt Kosten im Umfang von knapp 100 Millionen Franken angehäuft hatten, schreibt die Tochter des deutschen Allianz-Konzerns auf Anfrage.

Dabei sind bei der Allianz bislang rund 5400 Schadenmeldungen eingegangen, davon allein 4700 zu den Gewittern der vergangenen zehn Tagen. Vor gut einer Woche entlud sich etwa in der Region um Burgdorf eine Gewitter-Superzelle mit Hagelkörnern im Umfang von bis zu fünf Zentimetern oder im oberen Emmental bei Schangnau erfassten die Überschwemmungen unter anderem das bekannte Ausflugsziel Kemmeribodenbad.

Hagelschaden bei Autos

In erster Linie müssen sich die Versicherer aber mit den Hageleinschlägen in Autokarosserien beschäftigen. Bei Helvetia und der Online-Tochter Smile seien aufgrund der Sommerunwetter bislang rund 4800 Schadenmeldungen eingereicht worden, allein 3600 davon in der Motorfahrzeugversicherung, wie ein Sprecher erklärte. Das Schadenvolumen zu den Unwettern des ersten Halbjahres bewege sich im sehr tiefen zweistelligen Millionenbereich und damit klar unterhalb vergleichbarer Zahlen des Vorjahres.

Die Baloise rechnet in der Schweiz laut einer Sprecherin ebenfalls mit Unwetterkosten im tiefen zweistelligen Millionenbereich. Dabei sind bei ihr allein in der Sparte Motorfahrzeug gegen 3000 Meldungen eingegangen und weitere knapp 1000 zu Schäden an Gebäuden und Fahrhabe, also beweglichen Dingen. Die Vaudoise rechnet zu den jüngsten Ereignissen mit über 2000 Fällen und einer Schadensumme von 6 Millionen Franken.

Die gemessen an ihrer Marktabdeckung grosse Mobiliar erwartet allein fürs erste Halbjahr mit Unwetterschäden in Höhe von rund 92 Millionen Franken, wobei über 20'000 Schäden angemeldet worden seien, wie der Konzern am Donnerstagabend mitteilte. Fast zwei Drittel davon hätten Hagelschäden an rund 12'000 Fahrzeugen betroffen. In der aktuellen Hochrechnung seien die vom Hochwasser am 4. Juli verursachten Schäden noch nicht berücksichtigt, hiess es.

Schäden an Pflanzenkulturen

Natürlich hat der Hagel auch beträchtliche Schäden in der Landwirtschaft verursacht. Seit Anfang Juni sind dazu bei der Versicherung Schweizer Hagel etwa 5500 Schadenfälle registriert worden, davon rund 1500 in den letzten zehn Tagen. Insgesamt dürfte sich der Schaden im Bereich von 28 Millionen Franken bewegen. Die Zahl der Schadenmeldungen liege tiefer als im Extremschadenjahr 2021, hiess es auf Anfrage.

Im vergangenen Jahr hatten die Pflanzenkulturen laut Schweizer Hagel äusserst schwere Schäden bis hin zum Totalschaden erlitten, da Stürme mit grossen Hagelkörnern die Pflanzen verwüsteten. Welchen Einfluss ein Hagelschaden auf den Bestand und den späteren Ertrag nehmen kann, hänge aber wesentlich auch vom Entwicklungsstadium der Kulturen ab. Je nach Pflanzenstadium könnten diese Folgen gering oder sehr hoch ausfallen, hiess es.

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Die in diesem Jahr bislang unter den Gebäudeversicherungen wohl am stärksten von den Unwettern betroffene Gebäudeversicherung des Kantons Bern hat bisher über 3500 Schadenmeldungen entgegengenommen. Besonders in Schangnau sei das Ausmass wie bereits nach Unwettern im Jahr 2014 mit rund 5 Millionen Franken sehr hoch, so die GVB. Insgesamt schätzt die GVB die Schadensumme für das laufende Jahr auf einen tiefen zweistelligen Millionenbetrag. (awp/hzi/sec)